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15.09.2015

Aktuelle Trends in der Entwicklung von Herzinsuffizienz

Unter Mitwirkung des Kompetenznetzes Herzinsuffizienz wurde das „Trend HF Germany Projekt“ initiiert, das Trends zu epidemiologischen Kennzahlen der Herzinsuffizienz innerhalb Deutschlands für den Zeitraum von 2000 bis heute repetitiv ermittelt. Erfasst werden dabei der Anteil von Herzinsuffizienz an den Primärdiagnosen, der Anteil intrahospitaler Todesfälle, Hospitalisierungsgründe und Krankenhaustage und damit auch wichtige gesundheitsökonomische Aspekte. Die Ergebnisse wurden bereits 4 nationalen und 2 internationalen Kongressen als Abstract akzeptiert. Die auf der DGK-Frühjahrstagung von Prof. Rolf Wachter und Prof. Stefan Störk vorgestellten Ergebnisse fokussierten auf regionalen Unterschieden zwischen den alten und neuen Bundesländern. Hier fand sich eine Zunahme der HI-bedingten Hospitalisierungen von knapp 240.000 pro Jahr (2000) auf über 380.000 pro Jahr (2012), das entspricht einen Anstieg um 61%. Auffällig sind auch die starken regionalen Unterschiede: Die neuen Bundesländer weisen mit einem Anstieg um 77% einen deutlich stärkeren Anstieg der HI als das frühere Bundesgebiet auf (+55%). Auch in der altersstandardisierten Darstellung ist die Rate in den neuen Bundesländern höher als im früheren Bundesgebiet (399 gegenüber 314 Fällen pro 100.000 Einwohner). Die Analysen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes zur Hauptdiagnose „I50“ (HI).