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16.01.2017

Einweihung des DZHI-Neubaus am Uniklinikum Würzburg

Mehr Platz für die Forschung, mehr Raum für die Behandlung von Patienten: Das Deutsche Zentrum für Herzinsuffizienz (DZHI) feierte am 13. Januar 2017 mit einem Festakt die Inbetriebnahme seines Neubaus. Rund 5500 m2 Nutzfläche stehen nun zur Verfügung, um die wissenschaftliche Erfolgsgeschichte des DZHIs weiterzuführen und um noch mehr Herzschwächepatienten eine bestmögliche Versorgung anbieten zu können.

Mit weltweit geschätzten mehr als zwanzig Millionen Betroffenen und stetig ansteigenden Fallzahlen ist die Herzinsuffizienz (Herzschwäche) eine der großen medizinischen Herausforderungen der Gegenwart: Wissenschaftlichen Hochrechnungen zufolge soll sich bis zum Jahr 2040 die Zahl der Menschen mit Herzschwäche verdoppeln, bis 2060 sogar verdreifachen. Das seit 2010 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Deutsche Zentrum für Herzinsuffizienz hat sich diesem Problem angenommen und erforscht die Volkskrankheit Herzschwäche und ihre Komplikationen. Das Zentrum wird gemeinschaftlich von der Universität und dem Universitätsklinikum Würzburg getragen und steht heute   mit an der Spitze der deutschen Herzinsuffizienzforschung und -behandlung. Der Neubau stellt für das Zentrum eine wichtige Grundlage für den weiteren Ausbau seiner Erfolgsgeschichte als an einem Universitätsklinikum integrierten Forschungs- und Behandlungszentrum dar.

Mit der Inbetriebnahme des deutlich größeren und hochmodern ausgestatteten Neubaus, der am nördlichen Rand des Würzburger Universitätsklinikumscampus „Am Schwarzenberg“ lokalisiert ist, beginnt für das DZHI eine neue Ära: Forscher- und Ärztegruppen, die zuvor an unterschiedlichen Standorten der Universität und des Klinikums im Rahmen ihrer DZHI-Aktivitäten als Forscher oder Behandelnde tätig waren, können jetzt sehr viel enger und direkter und zudem mit hochmodernen Laborausstattungen ihre Arbeit fortführen. Insbesondere im Bereich der medizinischen Bildgebung bietet der DZHI-Neubau viel Innovation: Mit einem der bundesweit sehr seltenen 7 Tesla Magnetresonanztomographen (7T MRT) können künftig  sehr viel detailliertere Blicke vom Herz und dessen Funktion gewonnen werden, was sehr vielversprechend für die Diagnostik und Behandlung kardialer Erkrankungen ist. Die großzügigen Räumlichkeiten für nuklearmedizinische Fragestellungen ergänzen die Bildgebungseinheit dabei optimal. Und auch die DZHI-Patienten können sich freuen: Sie werden in dem Neubau mehrere großzügig erweiterte Ambulanzen und Versorgungsstrukturen vorfinden, in denen sie fachmedizinisch und von einem interdisziplinären Ärzteteam bestens betreut und therapiert werden oder auch an klinischen Studien teilnehmen können.

Die Festredner der Einweihungsfeier (v.l.n.r.): Edda Weise, Ulrich Boom, Peter Mack, Georg Ertl, Ludwig Spaenle, Stefan Müller, Matthias Frosch, Adolf Bauer, Alfred Forchel.