Kompetenznetz

Das Kompetenznetz Herzinsuffizienz ist eine bundesweite universitäre Allianz zur Erforschung der Herzschwäche. Das 2003 gegründete interdisziplinäre Netzwerk mit deutschlandweit elf Standorten wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Über uns Das Kompetenznetz Herzinsuffizienz versteht sich als vielseitiger Partner in der Herzinsuffizienz-Forschung.
Geschäftsstelle Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle stehen Ihnen für Fragen gerne zur Verfügung.
Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK)     Herz-Kreislauf-Forschung braucht interdisziplinäre Zusammenarbeit und groß angelegte Studien.
Partner auf einen Blick Das Kompetenznetz arbeitet in enger Kooperation mit Partnern aus Forschung, Gesundheit, Politik und Bildung.
Historie Das Kompetenznetz Herzinsuffizienz ist ein interdisziplinäres Kooperationsvorhaben mit Geschäftsstelle am Universitätsklinikum Würzburg. Vom 01.01.2003 bis zum 31.12.2014 wurde das Netzwerk vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit einer Gesamtsumme von ca. 11 Millionen Euro gefördert.
Aktuelles In diesem Bereich finden Sie Nachrichten aus dem Kompetenznetz Herzinsuffizienz.
Heart Care Bavaria Hintergrund Herzinsuffizienz entwickelt sich zur Epidemie des 21. Jahrhunderts, die Erkrankungshäufigkeit nimmt seit Jahren beständig zu. Durch den demografischen Wandel verbunden mit einer immer älter werdenden Gesellschaft wird sich diese Entwicklung fortsetzen. Vorsorge und frühzeitige Interventionen von HI­Patienten sind vor allem im ambulanten Bereich angesiedelt. Einen zukunftsweisenden Lösungs ansatz bieten interdisziplinäre Versorgungskonzepte, die die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Gesundheits versorgern, v.a. Hausärzten und Kardiologen, optimieren. Eine vernetzte Betreuung ist der beste Weg, um eine leitlinien konforme Versorgung sicher­ zustellen und Krankenhausaufenthalte von HI­-Patienten zu vermeiden. Diesen Ansatz einer vernetzten Betreuung möchte das Deutsche Zentrum für Herzinsuffizienz (DZHI) mit dem KNHI und dem Kardiologen-Netzwerk “HeartFailureBavaria” in einem innovativen, bayernweiten Pilotprojekt unter dem Namen HeartCareBavaria umsetzen. Geplant ist eine in dieser Form neue, intensive Zusammenarbeit zwischen Hausärzten und Kardiologen, die den Fachaus­tausch verbessert, die Dokumentation und Kommunikation systematischer gestaltet sowie das Schnittstellenmanage­ment optimiert. Eine Schlüsselrolle in dem Modell kommt geschulten Medizinischen Fachangestellten (MFAs) zu. Ziel von HeartCareBavariaZiel des Projektes ist es, die ambulante Versorgung multimorbider Herzinsuffizienzpatienten bayernweit zu verbessern. Das Konzept basiert auf dem vom DZHI entwickelten Versorgungsmodell HeartNetCare-HF™, dem ersten evidenzbasierten Krankheitsmanagement-Programm, das inzwischen bundesweit vielfach erfolgreich angewandt wird. HeartNetCare-HF™ optimiert nachgewiesenermaßen die Versorgung von Herzinsuffizienzpatienten, indem diese poststationär durch spezialisierte Fachpflegekräfte betreut und begleitet werden. Dieses erprobte Modell soll nun von der Pflege („Herzinsuffizienz-Schwester/Pfleger“) auf Medizinische Fachangestellte (MFAs) in Arztpraxen maßgeschneidert übertragen werden. Drei Säulen stützen das Konzept:a) Gezielte Schulung Medizinischer Fachangestellter in kardiologischen und Hausarzt-Praxen auf den Versorgungsbereich Herzinsuffizienz: in Anlehnung an das Schulungskonzept von HeartNetCare-HF™ wird für die MFAs ein spezielles Schulungsprogramm entwickelt. Für ihre künftige Arbeit erlernen bzw. vertiefen die Kursteilnehmer/innen folgende Themen: Bedeutung und Erkennen von Herzinsuffizienz, medikamentöse und nicht­medikamentöse Therapien sowie Coaching. Die Schulung umfasst 5 Tage und wird zentral vom DZHI organisiert und durchgeführt. Für die MFAs der Hausärzte ist eine komprimierte eintägige Schulung vorgesehen. Die MFAs in den kardiologischen Praxen qualifizieren sich durch die Schulung für folgende Aufgaben: - Telefonisches Monitoring von Krankheitssymptomen - Standardisiertes Coaching von Patienten und Angehörigen (im Bedarfsfall)- Koordination der Versorgungsebenen sowie Informationstransfer zwischen den beteiligten Gesundheitsdienstleistern- Dokumentation und Führen der Patientenakte- Notfallmanagement/Kontaktmöglichkeit in Notfallsituationen. Im Zusammenspiel mit den geschulten MFAs in den kardiologischen Praxen übernehmen die geschulten MFAs in den Hausarztpraxen folgende Aufgaben:- Informationsmanagement:  Einholen von Informationen aus den kardiologischen Praxen über den Gesundheitszustand der eigenen Patienten- Dokumentation zentraler Parameter, z.B. von Laborwerten- Dokumentation des Aufwands der Patientenbetreuung. Die geschulten Hausarzt-MFAs bilden ein zentrales Bindeglied für eine lücken lose Dokumentation. In enger Abstimmung mit den geschulten MFAs der Kardiologen sichern sie umfassend und in der Summe gewinnbringend Informationen für alle beteiligten Akteure. b) Etablierung geeigneter Projekt-Strukturen: Damit sich die teilnehmenden Ärzte und MFAs eng vernetzen und austauschen können, ist die Bildung von fünf Clustern innerhalb von Bayern vorgesehen. Jedes Cluster umfasst nach aktuellem Stand 4–5 Kardiologen sowie ca. 25 Hausärzte. In Summe sind dies 20–25 Kardiologen und ca. 100 Hausärzte. Um die Kommunikation zum DZHI-Projektbüro in Würzburg und zu den Cluster-Ärzten pro-aktiv zu gestalten, ist pro Cluster ein Kardiologe vorgesehen, der als zentraler Kommunikator und Netzwerker agiert. Dieser Kardiologe ist Ansprechpartner für alle Belange, die sein Cluster betreffen. Unterstützung erhält er vom Projektbüro am DZHI in Würzburg. Für in den Clustern betreute Patienten wird zudem ein Tool-Kit zusammengestellt, das bei Eintritt ins Programm ausgeteilt wird: Symptomkalender, Notfallnummernausweis, Patientenfibel. In HeartCareBavaria wird die Clusterversorgung kontrastiert mit der Regelversorgung. Diese wird abgebildet durch Patienten, die über Nicht-Cluster-Hausärzte zugewiesen werden (Kontrollgruppe der Regelversorgung) und die gleichen Ein-/Ausschlusskriterien erfüllen. Endpunkte sind Praxisvorstellung des Patienten, Hospitalisation, Mortalität und eine Leitlinien-gerechte Herzinsuffizienzmedikation. c) Implementierung von Qualitätssicherungsmaßnahmen wie z.B. Evaluation des Schulungserfolgs, strukturierte Kommunikation und Informationsaustausch aller Gesundheitsdienstleister, Treffen der Cluster in Qualitätszirkeln, standardisierte Dokumentation und Datenaus wertung mit Benchmarking. Um einen strukturierten Austausch zwischen den teilnehmenden Ärzten sicherzustellen, sind Qualitätszirkel in den fünf Clustern vorgesehen, in dessen Rahmen sich die beteiligten Ärzte und MFAs mit Vertretern des DZHI treffen können. Ziel ist es, den Projektstand zu überprüfen, Fragen der Qualitätssicherung zu klären und Erfahrungen auszutauschen. Die Häufigkeit der Clustertreffen richtet sich nach den Bedürfnissen der Teilnehmer. HeartCareBavaria beinhaltet quantitative (z.B. medikamentöse Versorgung, Anzahl an Hospitalisierungen) und qualitative Auswertungen (z.B. Fragebögen zu Schulungseffekten, Patientenzufriedenheit, Zufriedenheit der MFAs/Ärzte). So wird es möglich, den Zugewinn durch die Betreuung von Herzschwächepatienten innerhalb von HeartCare­ Bavaria zu quantifizieren und die Ressourcen-Ströme zu beschreiben. Mittelfristiges Ziel von HeartCareBava­ria ist eine Übernahme des Modells in die Regelversorgung. Neben einer kritischen Diskussion mit allen Beteiligten im Netzwerk (Patienten, Ärzte, MFAs) mit Blick auf die Kosten-Nutzen-Balance werden wir den Dialog mit den großen Gebietskrankenkassen zur Definition von Bedingungen für eine Übernahme in die Regelversorgung konsequent fortsetzen. Vorteile für an HeartCareBavaria teilnehmende Ärzte:- Teil eines innovativen Netzwerks- Koordinierte, vernetzte Versorgung von Herzschwächepatienten im ambulanten Bereich- Steigerung der Effizienz durch optimale Nutzung der vorhandenen Ressourcen- Einbindung in ein interdisziplinäres Qualitätsmanagement- Persönlicher Benchmarking- Bericht und Zertifikat- Kostenlose Schulungen für die MFAs Auf dem 2. Netzwerktreffen von “HeartFailureBavaria” im November 2015 stellte Dominik von Stillfried vom Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung (ZI) Chancen und Herausforderungen einer sich verändernden Arbeitsteilung in der ambulant-stationären Versorgung vor (Foto: KNHI/Börste). Wie können Sie teilnehmen?- Mitmachen können niedergelassene Kardiologen und Hausärzte in Bayern. Wir empfehlen eine frühzeitige Registrierung im Projektbüro Würzburg, da die Teilnehmer zahlen begrenzt sind.- Für eine Teilnahme stellen Sie als niedergelassener Kardiologe eine MFA für die 5­-tägige Schulung in Würzburg frei und nehmen an dem Projekt HeartCare­ Bavaria teil. Für ihren Aufwand (u.a. Reisekosten) erhalten Kardiologen voraussichtlich eine Aufwands­entschädigung. So sieht es der Förderantrag vor, der zurzeit das Begutachtungsverfahren im Bayerischen Gesundheitsministerium durchläuft. - Teilnehmende Kardiologen werden gebeten, aus ihrem Umfeld 4–5 zuweisende Hausärzte zur Teilnahme zu gewinnen. Für inhaltliche Rückfragen zur Teilnahme wenden Sie sich gerne an den Projektleiter:Prof. Dr. Stefan Störk,  Deutsches Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg (DZHI)Tel. 0931 / 201-46363 oder E-Mail: ed.wkunull@1N_reyeG SAVE THE DATEDas Projekt im Detail stellen wir Ihnen auf dem nächsten Netzwerktreffen am Mittwoch, 23.11.2016, 14–18 Uhr, in der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB), Bezirksstelle Mittelfranken, Vogelsgarten 6, 90402 Nürnberg vor.  Die Agenda folgt nach der Sommerpause im Ende September. Anmeldung telefonisch unter 0931/201-46363 (Frau Geyer, Assistenz Prof. Störk) oder per E-Mail an: ed.wkunull@1N_reyeG Registrierung für Kardiologen: Im beigefügten Flyer finden interessierte Kardiologen ein Anmeldeformular für HeartCareBavaria, mit dem Sie sich via Fax oder E-Mail für das Projekt registrieren können. HeartCareBavaria startet voraussichtlich zum 01.01.2017. Partner:HeartFailureBavaria – Bayernweites Kardiologen-Netzwerk Weitere Infos:Newsletter HeartFalure Bavaria (7/2016)Flyer HeartCareBavaria (8/2016)Resolution zu Herzinsuffizienz des Bayerischen Landesgesundheitsrates (3/2016)Aufbau und Organisation von Herzinsuffiienz-Netzwerken – Gemeinsame Empfehlungen der DGK und der DGTHG zur Behandlung der Herzinsuffizienz (8/2016)Riens, Burgi: Gut versorgt bei Herzinsuffizienz? KVB-Forum 3/2014 (Seite 32-35)        
Porträts aus dem Netz Hinter den zahlreichen Studien im Kompetenznetz Herzinsuffizienz stehen engagierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die einen großen Beitrag zur Erforschung der Herzinsuffizienz leisten. In unseren Portraits erzählen wir, was sie für die Forschung und das Netzwerk leisten.
Presse Auf den folgenden Seiten finden Sie Pressemitteilungen der Geschäftsstelle des KNHI, einen Pressespiegel mit ausgewählten Veröffentlichungen sowie Downloads zum Netzwerk.
Termine Unser Veranstaltungskalender mit den wichtigsten Terminen auf einen Blick.
Infomaterial Hier finden Sie aktuelle Publikationen des Kompetenznetzes Herzinsuffizienz.
Impressionen HFA-Day 2016 Am HFA-Day 2016 beiligten sich deutschlandweit sieben Städte mit eigenen Veranstaltungen. Für ein gesundes Herz in die Pedale traten Radler/innen bei ebenfalls sieben “Touren mit Herz”. Das KNHI dankt allen Partnern herzlich für ihr Engagement! Durch die vereinten Kräfte ist es gelungen, kreativ und informativ auf die Bedeutung der modernen Epidemie Herzinsuffizienz aufmerksam zu machen.