Ansprechpartner für Patienten

Wenn bei Ihnen eine Herzinsuffizienz festgestellt wird, können Sie sich zur Behandlung der Erkrankung sowie zur weiteren Betreuung an verschiedene Spezialisten wenden. 

Im Folgenden finden Sie eine Auflistung der verschiedenen Experten und erfahren, welche Aufgaben die Einzelnen wahrnehmen und wie diese Ihnen bei Bedarf helfen können.

Allgemeinmediziner, Praktischer Arzt (in der Regel Hausarzt)

Ihr Hausarzt ist gewöhnlich die erste Anlaufstelle beim Auftreten eines gesundheitlichen Problems. Er übernimmt meist die Lotsenfunktion in Ihrer medizinischen Grundversorgung und ist für Sie die wichtigste Kontaktperson, um Fragen zu stellen und Rat einzuholen. Ihr Hausarzt kann Sie dann im Bedarfsfall an einen Facharzt oder in eine Klinik überweisen.

Kardiologe

Ein Kardiologe ist ein Spezialist für Herzkrankheiten. Zusammen mit Ihrem Hausarzt ist er verantwortlich für Ihre ärztlich-medizinische Versorgung. Er untersucht, was die Ursache für Ihre Herz-Kreislauf-Erkrankung sein könnte und behandelt mögliche Fehlfunktionen bzw. Funktionseischränkungen. Er berät die Patienten auch, wie sie sich vor ihnen schützen können.

Pflegekraft (Krankenschwester/-pfleger)

Es gibt speziell ausgebildete Pflegekräfte, die Patienten mit Herzschwäche versorgen. Sie informieren und beraten die Patienten und führen Tests durch. Diese Pflegekräfte arbeiten speziell in Kliniken, aber auch im ambulanten Bereich.

Apotheker

Ihr Apotheker kann Ihnen viele nützliche Informationen zu Ihren Medikamenten geben. Er wird Ihnen auch sagen können, ob bestimmte Nahrungsmittel oder andere Medikamente sich nicht mit Ihren Herzinsuffizienz-Medikamenten vertragen. Von ihm können Sie auch Details zur Medikamenteneinnahme erfragen.

Ernährungsberater, Diätassistent

Ernährungsberater oder Diätassistenten beraten Sie dahingehend, wie Sie Ihre Ernährung verbessern können, damit Sie Ihre Erkrankung positiv beeinflussen. Dazu gehört unter anderem die Reduktion der Salz- und Flüssigkeitsaufnahme. Sie können mit dem Ernährungsberater einen geeigneten Ernährungsplan ausarbeiten, der Sie darin unterstützt, ein gesundes Körpergewicht zu halten.

Physiotherapeuten/Krankengymnasten

Physiotherapeuten und Krankengymnasten unterstützen Sie bei der schrittweisen Wiederherstellung Ihrer Gesundheit nach einem Klinikaufenthalt oder einem Eingriff, um durch eine kardiale Rehabilitation schnell zu einem möglichst erfüllten Leben zurückzufinden. Sie können Ihnen auch praktische Ratschläge zum schonenden Umgang mit Ihren Energiereserven geben.

Psychologe

Eine psychologische Betreuung kann Ihnen und Ihrer Familie helfen, mit emotionalen Belastungen, Ängsten, Depressionen und sonstigen psychischen Problemen, die möglicherweise aus Ihrer Herzinsuffizienz entstehen, besser zurechtzukommen.

Sozialarbeiter/Sozialdienst

Der Sozialdienst ergänzt die Leistungen der ärztlichen Behandlung und pflegerischen Versorgung. Ziel ist es, Patienten und ihre Angehörigen zu unterstützen und gemeinsam für ihre persönliche Situation angemessene Hilfen zu entwickeln. Darüber hinaus ist der Sozialdienst Ansprechpartner bei beruflichen, sozialrechtlichen sowie behördlichen Fragen und Sorgen.

Zu seinen Aufgaben gehören vor allem:

  • Vermitteln von Kontakten zu ambulanten Pflegediensten/Sozialstationen und stationären Einrichtungen (Kurzzeit- und Dauerpflege) 
  • Organisation der Versorgung mit Hilfs- und Pflegemitteln 
  • Beratung und Vermittlung bei Fragen zur Rehabilitation (Anschlussheilbehandlung, Rehabilitation) nach dem Krankenhausaufenthalt 
  • Informationsvermittlung über spezielle Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen 
  • Beantragung von Pflegeeinstufung sowie Schwerbehindertenausweis und Unterstützung bei den erforderlichen Antragsverfahren.

Herzinsuffizienz-Ambulanz

Diese Spezial-Ambulanzen sind in der Regel an größeren Kliniken und Herzzentren angesiedelt und stehen allen betroffenen Patienten offen. Die hier tätigen Ärzte und Pflegekräfte überprüfen die eingeleitete Therapie bei den Patienten und passen diese gegebenenfalls an. Sie stehen in engem Austausch mit den behandelnden Haus- und Fachärzten der Patienten. Wie häufig Kontrollen in der Ambulanz nötig sind, hängt vom Schweregrad der Herzschwäche ab und wird individuell mit den Patienten abgestimmt.

Die wesentlichen Aufgaben einer Herzinsuffizienzambulanz auf einen Blick:

Kontrolle der medikamentösen Therapie: Hier geht es darum zu überprüfen, ob bei der Überweisung in die Herzinsuffizienz-Ambulanz die Zusammenstellung sowie die Dosierung der Medikamente dem aktuellen Gesundheitszustand entsprechen.

Überprüfung notwendiger Eingriffe: Eine weitere Aufgabe der Spezialambulanzen ist es zu klären, ob sich Eingriffe zum Beispiel an den Herzkranzgefäßen oder den Herzklappen positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken können. Dies wird im Einzelfall sorgfältig abgewogen.

Behandlung von Herzrhythmusstörungen: Es wird geprüft, ob eine Stabilisierung der Herzfrequenz durch Medikamente erreicht werden kann oder ob weiterreichende Maßnahmen wie der Einsatz eines Defibrillators oder Herzschrittmachers notwendig sind.

Falls alle herkömmlichen Therapien ausgeschöpft sind, werden geeignete Patienten auf die Warteliste für eine Herztransplantation gesetzt und bis zur Transplantation weiterbetreut.