Gesundheitsunterstützende Maßnahmen

Einige kleine Änderungen in Ihrer Lebensweise können bereits Erstaunliches bewirken. Hier erklären wir Ihnen, was Sie selbst tun können, um ein Fortschreiten der Erkrankung und Ihre Symptome zu lindern.

Ernährung

Menschen mit Herzschwäche sollten möglichst wenig Salz zu sich nehmen. Kochsalz führt im Körper zu Flüssigkeitseinlagerungen. Diese vergrößern das Blutvolumen, welches das Herz durch den Körper transportieren muss – das belastet das Herz. Eine kochsalzarme Ernährung verringert die Gefahr einer Verschlechterung der Herzschwäche und spart darüber hinaus Diuretika ein. Der Salzgehalt von Nahrungsmitteln wird auf der Verpackung als Natrium angegeben. 1 Gramm Natrium entspricht 2,5 Gramm Kochsalz. Pro Tag sollten nicht mehr als 5-6 Gramm Salz konsumiert werden. Lebensmittel mit versteckten Salzen, wie zum Beispiel Fertigsaucen und Fertigsuppen, Fleisch- und Fischkonserven, geräucherte Speisen, gesalzene Nüsse, Kartoffelchips und Mineralwasser mit mehr als 150 Milligramm Natrium pro Liter, sollten gemieden werden.

Körpergewicht

Übergewicht belastet das Herz. Deshalb sollte möglichst ein normales Gewicht angestrebt werden. Eine Faustformel zur Errechnung des Normalgewichts ist es, von der Körpergröße in Zentimetern 100 abzuziehen. So erhält man sein Normalgewicht in Kilogramm. Frauen sollten davon 10 Prozent abziehen. Eine genauere Methode zur Beurteilung des Normalgewichts ist der sogenannte „Body-Mass-lndex“ (BMI). Dazu wird die Körpergröße (in Metern) mit sich selbst multipliziert. Anschließend wird das Körpergewicht (in Kilogramm) durch dieses Ergebnis geteilt. Das Resultat ist der Body-Mass-lndex. Dieser sollte zwischen 20 und 25 liegen.

Flüssigkeitszufuhr

Der Flüssigkeitshaushalt des Körpers funktioniert bei Herzschwäche nicht mehr optimal. Der Körper neigt dazu, zu viel Wasser zu speichern. Deshalb sollte man täglich nicht mehr als ungefähr 1,5 Liter, bei schwerer Herzinsuffizienz nur 1 Liter Flüssigkeit, zu sich nehmen. Hierbei ist zu beachten, dass nicht nur Getränke, sondern auch Suppen und stark wasserhaltige Obst- und Gemüsesorten (z. B. Melonen, Gurken, Trauben oder Tomaten) sich auf die Flüssigkeitszufuhr auswirken. 

Bewegung

Im Anfangsstadium einer Herzschwäche ist körperliches Training sinnvoll. In Maßen hilft es dem Herzen, seine Leistungsfähigkeit zu erhalten und zu verbessern. Es sollten Sportarten bevorzugt werden, bei denen mäßige, kontinuierliche Belastungen auftreten, beispielsweise Spazierengehen, Wandern und Radfahren. Sportarten, die mit schnellen Anstrengungen und großen Kraftaufwendungen verbunden sind, wie z.B. Kraftsport, sind zu meiden. Fragen Sie am besten vorher Ihren Arzt, was für Sie geeignet ist. Bei fortgeschrittener Herzschwäche mit Luftnot bei geringer Belastung sollte man sich körperlich schonen. Das gilt auch, wenn eine gefährliche Vorerkrankung wie ein Herzinfarkt oder gefährliche Herzrhythmusstörungen erst kurze Zeit zurückliegen. Ihr Arzt wird Sie dazu beraten. Die Durchführung eines Belastungs-EKG’s hilft, die individuelle Belastbarkeit festzustellen.

Genussmittel

Rauchen schädigt die Gefäße und trägt zur Entstehung von Herzkranzgefäßerkrankungen bei. Deshalb sollte das Rauchen unbedingt eingestellt werden. Wenn die Herzschwäche durch eine Alkoholkrankheit entstanden ist, muß auf Alkohol vollständig verzichtet werden. Normalerweise sollten Frauen nicht mehr als 10 bis 15 Gramm Alkohol pro Tag zu sich nehmen. Bei Männern liegt die Grenze bei 20 bis 30 Gramm pro Tag.

30 Gramm Alkohol sind enthalten in:

• 600 ml Bier (5 Vol.-% Alkohol)
• 250 ml Wein (12 Vol.-% Alkohol)
• 150 ml Sherry (20 Vol.-% Alkohol)
• 75 ml Schnaps (40 Vol.-% Alkohol)