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Blutdruck – was Sie wissen sollten

Der Blutdruck (Druck, der im Inneren der Gefäße herrscht) ist für den menschlichen Kreislauf lebenswichtig: Angetrieben durch die Pumpleistung des Herzens fließt durch unsere Gefäße ständig Blut.

Letzter Stand der Informationen Dez 2018

Dabei ist der Blutstrom nicht gleichmäßig, sondern das Blut wird stoßweise – mit jedem Herzschlag – durch den Körper gepumpt. Um in alle Gefäße zu gelangen, benötigt das Blut einen gewissen Druck (= Blutdruck). Mit dem Blut werden neben anderen Inhaltsstoffen vor allem Sauerstoff und Nährstoffe zur Versorgung der Zellen im Körper transportiert.

Zur Bestimmung des Blutdrucks werden zwei Werte ermittelt: der systolische und der diastolische Blutdruck.

Der systolische Druck entspricht dem während der Anspannungs- und Auswurfphase der linken Herzkammer maximal entwickelten Druck. Die Anspannungs- und Auswurfphase wird als Systole bezeichnet. Der systolische Druck liegt normalerweise im Bereich von 110-130 mmHg.

Der diastolische Blutdruck entspricht dem niedrigsten Druck während der Entspannungs- und Erweiterungsphase des Herzmuskels. Die Phase zwischen größter Druckentwicklung (systolischer Druck) und größtem Druckabfall (diastolischer Druck) wird als Diastole bezeichnet. Während der Diastole füllen sich die Herzkammern mit neuem Blut. Der diastolische Druck liegt normalerweise im Bereich von 80-89 mmHg.

Der Blutdruck wird in mmHg angegeben. 1 mmHg ist der Druck, den ein Millimeter (mm) einer Quecksilbersäule (Hg) ausübt. Dabei entspricht: 1 mmHg = 0,00133 bar. Die Einteilung der Blutdruckwerte orientiert sich an den Ergebnissen großer Studien. Die Einteilung der Leitlinie der Weltgesundheitsorganisation (WHO)/ISH-Leitlinie wird hier aufgeführt:

Quelle: WHO

Fallen systolischer und diastolischer Blutdruck bei einem Patienten in unterschiedliche Klassen, gilt die höhere Klasse. Die Zuordnung in optimale bzw. normale Blutdruckwerte wurde in großen klinischen Studien ermittelt, die gezeigt haben, dass die Wahrscheinlichkeit eines Herzinfarktes oder Schlaganfalls bei diesen Blutdruckwerten dem „Basisrisiko“ in den meisten Industrienationen entspricht. Liegt Bluthochdruck in den Schweregraden 1 bis 3 oder in Form des isolierten systolischen Bluthochdrucks vor, hat sich in vielen Fällen eine medikamentöse Behandlung als effektiv erwiesen. Bei allen Blutdruckwerten ≥  140/90 mmHg wird Betroffenen empfohlen, die Ursachen medizinisch abklären zu lassen und sich gegebenenfalls einer Therapie zu unterziehen.

Was Ihnen Ihr Body-Mass Index (BMI) verrät

Ob Sie ein normales Gewicht haben oder schon übergewichtig sind, lässt sich mit Hilfe des Body-Mass-Index (BMI) ermitteln. Dieser beschreibt das Verhältnis von Körpergröße zu Körpergewicht und lässt sich nach einer einfachen Formel berechnen:

Körpergewicht (in Kilogramm) / Körpergröße (in Meter)²

Der BMI-Wert vermittelt Ihnen, ob Ihr Körpergewicht im normalen Bereich liegt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilt die BMI-Werte von Erwachsenen grob in unterschiedliche Gewichtsklassen ein: 

Quelle: WHO

Neben diesem Modell bestehen weitere Ansätze, die zur Berechnung des Body-Mass-Index andere Faktoren berücksichtigen, wie zum Beispiel Geschlecht oder Alter. Legt man diese Faktoren zugrunde, variiert der BMI-Wert leicht von den Werten in der BMI-Tabelle der WHO. Zudem sagt der ungünstigte Wert nur etwas über das gesamte Körpergewicht aus. Weder der Körperbau noch die Verteilung von Körperfett und Muskelmasse werden durch ihn berücksichtigt. Bei dem BMI handelt es sich also um einen groben Richtwert, nicht um eine verbindliche Norm.