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TP 10 Lebensqualität und psychische Komorbidität bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz

Hintergrund

Die Lebensqualität von Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz ist stark beeinträchtigt, viele Patienten leiden an komorbiden Ängsten und Depressionen. Dies stellt einen Risikofaktor für Schwierigkeiten bei der Einhaltung notwendiger Therapiemaßnahmen sowie für vermehrte Krankenhausaufenthalte und eine erhöhte Sterblichkeit dar. Bisher fehlen zuverlässige Informationen zur Lebensqualität und Depression im Krankheitsverlauf in Abhängigkeit von Alter, Geschlecht und der Versorgungsstruktur. Ansatzpunkte für Interventionen zur Verbesserung der Lebensqualität und adäquater Diagnostik und Behandlung einer depressiven Komorbidität sind kaum erforscht.

Zielsetzung

Erstmals erfolgte eine deutschlandweite, repräsentative und alle Patientengruppen berücksichtigende Erfassung der Lebensqualität sowie ein Screening auf Depression. Die Zusammenhänge und Verläufe von Lebensqualität, psychosozialen und somatischen Faktoren wurden bei ausgewählten Patientenkollektiven untersucht. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen wurden Interventionen für Patienten mit stark beeinträchtigter Lebensqualität und depressiven Erkrankungen entwickelt. Zur Optimierung der Lebens- und Versorgungsqualität von herzinsuffizienten Patienten in der Hausarztpraxis wurden Schulungs- und Versorgungskonzepte für Hausärztliche Praxen konzipiert und evaluiert.

Hauptergebnis

Bei sämtlichen Patienten des Kompetenznetzes wurden Daten zu Lebensqualität und depressiven Symptomen standardisiert erfasst (siehe auch TP 2). Verschiedene Studien lieferten Erkenntnisse zur Depressionsdiagnostik bei herzinsuffizienten Patienten sowie zum Zusammenhang zwischen Depression, Lebensqualität und Therapiecompliance.

Schlüsselpublikationen

  • Holzapfel N et al. Depression profile in patients with and without chronic heart failure. J Affect Disord. 2008;105:53-62.
  • Müller-Tasch T et al. Depression is a major determinant of quality of life in patients with chronic systolic heart failure in general practice. J Card Fail. 2007;13:818-24.
  • Holzapfel N et al. Self-care and depression in patients with chronic heart failure. Heart Lung. 2009;38:392-7.

Forschungsperspektive

Die Screeningdaten zu Depression und Lebensqualität bei Herzschwäche-Patienten stehen für weiterführende Auswertungen zur Verfügung. In einer engen Kooperation mit TP 9b werden die Daten im Rahmen von Studien mit HIV-positiven Patienten genutzt.

Kontakt

Prof. Dr. Wolfgang Herzog
Universitätsklinikum Heidelberg Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik
Tel.: +49 (0)6221 5639099
E-Mail: ed.grebledieh-inu.demnull@gozreh.gnagflow

PD Dr. Jobst-Hendrik Schultz
Universitätsklinikum Heidelberg Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik
Tel.: +49 (0)6221 5639099
E-Mail: ed.grebledieh-inu.demnull@ztluhcs.kirdneh-tsboj