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TP 4 Epidemiologie der Herzinsuffizienz

Hintergrund

Die Herzinsuffizienz, einschließlich der systolischen und diastolischen Dysfunktion, ist bisher in epidemiologischen Studien eher selten untersucht worden, da aufwändige echokardiographische Untersuchungen zur Differenzierung des Typs der kardialen Funktionsstörung notwendig sind. Über Verbreitung und Verlauf der Herzinsuffizienz sowie die aktuell in der deutschen Bevölkerung vorherrschenden Determinanten für das Neuauftreten dieser Erkrankung war deshalb bisher wenig bekannt.

Zielsetzung

Ziel des Teilprojektes Epidemiologie ist es, aktuelle und zuverlässige Daten über die Prävalenz und Inzidenz der unterschiedlichen Formen der Herzinsuffizienz in Deutschland zu erheben. Des Weiteren werden auch die Determinanten der Entstehung der Herzinsuffizienz in der Bevölkerung untersucht. Dazu zählen das Geschlecht, Körperfettverteilung, Ernährungs- und Lebensstilfaktoren, die arterielle Hypertonie und die linksventrikuläre Hypertrophie sowie ihre zeitlichen Veränderungen (Zu- bzw. Abnahme).

Hauptergebnis

In drei großen bevölkerungsbasierten Studien (MONICA/KORA, SHIP, EPIC) wurden Risikofaktoren für kardiale Umbauprozesse (Remodeling), kardiale Alterung und Herzinsuffizienz identifiziert.

Schlüsselpublikationen

  • Stritzke J et al. The aging process of the heart: obesity is the main risk factor for left atrial enlargement during aging: the MONICA/KORA (monitoring of trends and determinations in cardiovascular disease/ cooperative research in the region of Augsburg) study. J Am Coll Cardiol. 2009;54:1982-9.
  • Markus MR et al. Implications of persistent prehypertension for ageing-related changes in left ventricular geometry and function: the MONICA/KORA Augsburg study. J Hypertens. 2008;26:2040-9.
  • Völzke H et al. Regional differences in the prevalence of left ventricular hypertrophy within Germany. Eur J Cardiovasc Prev Rehabil. 2009;16:392-400.

Forschungsperspektive

Die Follow-up-Untersuchungen im Rahmen der genannten Studien werden fortgesetzt und bieten die Möglichkeit für neue Kooperationen zu spezifischen Fragestellungen.

Kontakt

Prof. Dr. Hans-Werner Hense
Universität Münster, Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin
Tel.: +49 (0)251 8355399
E-Mail: ed.retsneum-inunull@esneh