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TP 8 Molekulare Mechanismen der Herzinsuffizienz

Hintergrund

Wir sind weit davon entfernt, Patienten mit Herzinsuffizienz wirklich kausal behandeln oder gar heilen zu können. Dies liegt vor allem daran, dass die Bedeutung molekularer, pathophysiologisch relevanter Prozesse bislang nur unzureichend in experimentellen Modellen überprüft wurde. Unser Teilprojekt will dies ändern und beschäftigt sich mit ausgewählten Signalkaskaden bzw. Schlüsselmolekülen und ihrer pathophysiologischen Bedeutung für die Regulation der Hypertrophie, der Zellteilung, dem Überleben und der Funktion von Herzmuskelzellen als Grundlage der Entwicklung einer Herzinsuffizienz. Zudem beschäftigen wir uns mit einer Reihe von bekannten und neu identifizierten sezernierten Faktoren, die für die Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Zelltypen im insuffizienten Herzen verantwortlich sind.

Zielsetzung

Absicht dieses Teilprojekts ist es, durch molekularbiologische Grundlagenforschung Voraussetzungen für innovative Interventionsstrategien zu entwickeln, welche als Basis für neuartige Therapieansätze für Patienten mit Herzinsuffizienz fungieren können.

Hauptergebnis

Mehrere wichtige Eiweißmoleküle (u. a. MLP, ARC, GDF-15) konnten erstmals in ihrer Bedeutung für den Krankheitsprozess bei Herzinsuffizienz charakterisiert werden. Die identifizierten Moleküle und Signalwege dürften teilweise schon in näherer Zukunft neue diagnostische und therapeutische Ansätze eröffnen.

Schlüsselpublikationen

  • Heineke J et al. Attenuation of cardiac remodeling after myocardial infarction by muscle LIM protein-calcineurin signaling at the sarcomeric Z-disc. Proc Natl Acad Sci USA. 2005;102:1655-60.
  • Donath S et al. Apoptosis repressor with caspase recruitment domain is required for cardioprotection in response to biomechanical and ischemic stress. Circulation. 2006;113:1203-12.
  • Kempf T et al. Prognostic utility of growth-differentiation factor-15 in patients with chronic heart failure. J Am Coll Cardiol. 2008;50:1054-60.

Forschungsperspektive

Verschiedene Forschungsvorhaben sind aus dem Projekt hervorgegangen und werden weiter verfolgt. In Kooperation mit der Firma Roche Diagnostics erfolgt die Entwicklung eines geeigneten Tests auf den Biomarker GDF-15, um die Krankheitsprognose bei Herzinsuffizienz besser abschätzen zu können.

Kontakt

Prof. Dr. Kai Wollert
Medizinische Hochschule Hannover
Klinik für Kardiologie und Angiologie
Tel.: +49 (0)511 5324055
E-Mail: ed.revonnah-hmnull@iak.trellow