Zurück zur Übersicht

18.05.2016

Wiederholt prämiert: Der HFA Day

Bereits zum sechsten Mal fand Anfang Mai der Heart Failure Awareness Day (HFA-Day, Tag der Herzschwäche) statt, der europaweit in über 30 Ländern über die Volkskrankheit Herzschwäche aufklärt. Initiiert wurde die Kampagne von der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie. Das Kompetenznetz Herzinsuffizienz (KNHI) und das Deutsche Zentrum für Herzinsuffizienz (DZHI) wurden bereits zum sechsten Mal in Folge von der Fachgesellschaft für ihr HFA-Day Engagement prämiert.

Herzschwäche (Herzinsuffizienz) ist eine schleichende und gefährliche Volkskrankheit, an deren chronischer Form knapp drei Millionen Betroffene in Deutschland leiden. Um über das sich ausbreitende Krankheitsbild, seine Verlaufsformen und  vorbeugende Maßnahmen zu informieren, wurde der HFA-Day installiert, dessen deutschlandweiten Aktivitäten vom KNHI und DZHI unter dem Dach des Universitätsklinikums Würzburg koordiniert werden.

Mein Herz in Bewegung

Das diesjährige Leitthema, mit dem die Veranstalter für den herzgesünderen Lebensstil werben, lautet „Mein Herz in Bewegung“. Bereits seit Anfang des Jahres laufen verschiedene Aktionen unter diesem Motto, eine Pressekonferenz in Mannheim beispielsweise oder die bundesweite Umfrage zur Herzschwäche und COPD (chronic obstructive pulmonary disease) oder der Mitmach-Malwettbewerb für Kinder von 6-12 Jahren, dessen Ergebnisse bald schon im ZIM/ZOM ausgestellt werden. Durch diese Aktionen, so die Idee der Veranstalter, rückt die gesundheitsfördernde Wirkung von Sport in den Mittelpunkt und animiert zum Mitmachen:  Denn Sport ist nicht nur für gesunde Menschen eine wichtige Präventionsmaßnahme. Auch Patienten mit Herzschwäche können ihre Lebensqualität durch regelmäßiges, adäquates Training verbessern. Für diese gute Sache standen dann auch gleich mehrere Spitzensportler den KNHI-lern zur Seite. Darunter Teamkapitän Stefan Schmitt des Handball-Zweitbundesligisten DJK Rimpar Wölfe und  der Ex-Fußballnationalspieler Gerald Asamoah. Letzterer weiß selbst aus eigener Erfahrung, was es bedeutet, mit einem Herzfehler zu leben und welche Bedeutung eine nachhaltige medizinische Versorgung hat. 

Auch die Deutsche Herzstiftung macht mit

Um  den UKW-Kollegen und den Würzburgern einen ‚bewegenden‘ HFA-Day bieten zu können, wurde die Kampagne erstmals gemeinsam mit dem Europatag der Stadt Würzburg inmitten der Innenstadt auf dem Unteren Marktplatz veranstaltet. Mit dabei die Kardiologen des DZHI, die Professoren Christiane Angermann, Georg Ertl und Stefan Störk: „Für uns ist der HFA-Day ein wichtiges Element der Aufklärungsarbeit. Jeder einzelne sollte sich die Bedeutung von Bewegung und einem gesunden Lebensstil immer wieder vor Augen führen, aber auch die Alarmzeichen und Symptome einer beginnenden Herzerkrankung erkennen können.“ Und so trat die DZHI-Spitze mit gutem Beispiel voran in die Pedale und radelte eine zehn Kilometer lange, von einer Polizeieskorte begleitete „Tour mit Herz“ gemeinsam mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) Würzburg. Partner war das „Stadtradeln“ Würzburg, das bei dieser Aktion seinen Auftakt nahm.

Aufklärung  für ein gesundes Herz ist auch die Mission der größten deutschen Patientenorganisation, der Deutschen Herzstiftung. Bereits seit mehr als 35 Jahren veröffentlicht sie Ratgeber und wertvolle Tipps rund um das Herz und organisiert von Patiententagen bis hin zu Sprechstunden bundesweite Aufklärungs- und Informationsarbeit. Auch sie stand auf dem Unteren Marktplatz dem KNHI zur Seite, ebenso wie die Selbsthilfegruppe für Defibrillatorenträger.

Teamkapitän Stefan Schmitt, Ärztlicher Direktor Georg Ertl und Bürgermeistern Marion-Schäfer-Blake machen sich stark im Kampf gegen Herzschwäche und unterstützen die Arbeit on KNHI und DZHI.